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16.12.2007 - Neuanfang.

Guten Morgen zusammen. (Ja, für mich ist es noch morgens^^)

 

Mit diesen Blog möchte ich einen Neuanfang machen. Meinen alten Blog (die, die ihn kennen, werden sich daran erinnern) habe ich gestern Abend unwiederbringlich gelöscht. Warum? Einiges in meinem Leben hat sich sehr geändert. Zum einen ich mich selbst, mein Freundeskreis und meine Situation allgemein. Mit dem Schließen des alten Blogs habe ich ein Kapitel meines Lebens abgeschlossen. Es war schön, jedoch unwiederbringlich vorbei. Ich wollte einfach einen Schlusspunkt setzen. Sicher bin ich auf der einen Seite irgendwie traurig, aber ich habe gelernt, dass man den vergangenen Dingen nicht immer nur hinterhertrauern darf. Man muss im Hier und Jetzt leben, sich nicht mit seinen Gedanken immer in Vergangenheit oder ferner Zukunft aufhalten, das schadet nur. Ich wollte nicht krampfhaft versuchen, an die Vergangenheit anzuknüpfen und den Faden doch immer und immer wieder zu verlieren. Ich wollte einen kompletten Neuanfang und mit diesem Blog habe ich dies geschafft.

Die Intention dieses Blogs wird aber der des alten Blogs ähnlich sein. Berichte aus meinem Leben, meine Gedanken und alles, was dazugehört, wird weiterhin in diesem Blog zu finden sein. Seht bitte ein, dass ich es nicht täglich schaffen werden, den Blog zu updaten, aber mindestens 2mal die Woche wird schon möglich sein.

Das wars eigentlich, was ich zu sagen hatte.

Zuletzt noch meinen Musiktipp für Sonntag, den 16.12.2007:

These New Puritans - Elvis

16.12.07 15:02


17.12.2007 - Get lost.

Hallo zusammen.

Mein Tag war bis jetzt mittelmäßig. Habe heute Mathe-Klausur geschrieben, von 11:30 Uhr bis 12:30 Uhr. Sie verlief bei mir eher schlecht als recht, Stoff war Vektorgeometrie und Kurvendiskussion mit rationalen Funktionen. Während ich die Aufgaben zur Geometrie halbwegs anständig gelöst habe, versagte ich bei der Kurvendiskussion mal wieder komplett! Habe gerade mal die Definitionslücken ermittelt sowie das Verhalten des Graphen an jenen Definitionslücken. Asymptoten und Pole habe ich mal wieder nicht rausgebracht, aber mit Glück krieg ich vielleicht noch 5 Punkte, wenn Geometrie halbwegs richtig ist . . .

Gestern habe ich mich übers Internet wieder mit zwei Berlinern unterhalten. (Keine gebürtigen Berliner, beide wegen Studium dorthin gezogen.) Und wie sollte es auch anders sein, wurde meine Liebe für diese Stadt wieder komplett entfacht. Viele Menschen können meine Zuneigung für diese Stadt nicht verstehen, sie empfinden Berlin als "zu groß", "zu verwirrend", "hässlich" und als "zu dreckig". Ich denke jedoch anders. Ich liebe diesen Flair der Großstadt, dieses vielschichtige Gefüge aus Menschen, Schicksalen, Geschehnissen und Bildern. Es gehört meiner Meinung nach auch zu einer Großstadt, dass sie auch "dreckige" Stellen und Orte hat. Kann mir jemand eine Großstadt zeigen, in der es aussieht wie geschleckt? Es leben Menschen in dieser Stadt, daher kann es einfach nicht immer und überall sauber aussehen. Besonders "hässlich" finde ich Berlin auch nicht, es gibt tausend schöne Flecken in dieser Stadt. Sei es nun der Tiergarten, die Hackeschen Höfe, Friedrichshain, Regierungsviertel (okay, den Architekturstil muss man lieben), Gartenstadt oder Mitte, man findet überall die interessantesten Gebäude, Menschen und Erlebnisse. Mit den Argumenten "zu groß" und "zu verwirrend" kann ich aus meiner Sicht überhaupt nicht übereinstimmen, denn gerade das liebe ich am meisten an Berlin (und an Großstädten überhaupt). Ich liebe es nämlich, in einer Großstadt verloren zu gehen. Einfach zu verschwinden, als ein kleines, nahezu unbedeutendes Individuum in einer riesigen Stadt zu gelten. Es mag verwirrend klingen, aber je größer die Stadt, desto mehr Freiheit gibt sie mir. Die kleine Stadt Amberg mit ihren 44.000 Einwohnern gibt mir diese Freiheit nicht. Sie ist zu klein, man kann nicht wirklich verloren gehen. Man kann sich nicht einfach in die nächste U-Bahn einsteigen und in diesem riesigen System von Bahnhöfen, Zügen und Schienen verloren gehen, nicht einfach dort hinfahren, wo einem die Linie gerade hinbringt. In Amberg ist alles klein und beengt, in nicht 15 Minuten hat man die ganze Innenstadt durchlaufen, man kann sich nicht wirklich verstecken. In Berlin z.B. kann ich mich von den Nahverkehrsmitteln nahezu 24 Stunden am Tag zu allen Orten der Stadt bringen lassen, so weit sie auch entfernt sein mögen. Man kann aber auch einfach in den kleinen Vierteln und Gassen verschwinden, sich abseits der großen Strassen und Wege bewegen. In Amberg ist dies nicht der Fall.
Gerade dieses Verlorgengehen ist für mich der Inbegriff der Freiheit. Man wird nicht immer von anderen Menschen beobachtet, man kann seinen eigenen Wünschen und Trieben nachhängen, man wird aber auch unbedeutend und unsichtbar im Dickicht der Großstadt, nur wenige (gemessen an den Einwohner der Stadt) interessieren sich für dich. Es ist beinahe schon ein Traum von mir, mich einfach in eine U-Bahn zu setzen und dort auszusteigen, wo es mir gefällt. Einfach in diesen dunklen Tunnel einzutauchen und für den Großteil der Menschen einen Augenblick lang unsichtbar zu sein, nur ein einzelner Mensch zwischen Millionen von anderen gleichgültigen Menschen. Das liebe ich gerade an Berlin.

Falls ich das alles zu romantisch sehen sollte, möge man mich zurechtstutzen! ^^

Werde nun heute Abend noch ein wenig an meiner Facharbeit arbeiten müssen, die Zeit drängt langsam.

Zum Schluss noch mein musikalischer Tipp für Montag, den 17.12.2007:
Theoretical Girl - Red Mist


(Ich finde die Tänze, die sie zwischendrin einlegt, zu lustig! xD)

Sincerely,
Maxwell.

17.12.07 17:20


19.12.2007 - Pessimismus.

Hallo zusammen,

Viele Menschen um mich herum sagen zu mir, dass ich zu pessimistisch bin und dass ich mich darum nicht wundern bräuchte, warum ich immer wieder über Situationen und Menschen in meinem Leben enttäuscht wäre.
Okay, diese Aussage nehme ich an. Ja, ich bin pessimistisch, das gebe ich auch offen zu. Ohne Wiederrede (siehe mein Profil). Über was ich mich allerdings ärgere ist, dass mir dann viele Menschen versuchen, ihren Optimismus zwanghaft aufzudrücken. Man argumentiert, dass er ja viel besser sei, dass es einem damit auch besser geht und dass die Welt allgemein mit einer optimistischen Betrachtung eh viel besser wäre. Genau diesen Standpunkt vertrete ich nicht! Wie ich den Pessimismus sehe, versuche ich Euch im folgenden Beitrag zu erklären.

Wenn man Pessimist ist, dann erkennt man, dass alles in der Welt schlecht ist. Die Beziehungen zwischen den Menschen, die sozialen und kulturellen Missstände als auch die politische Situation wird als schlecht bewertet. Man mag diesen Zuständen nichts Gutes abgewinnen, denn oft empfindet man dies dann als Augenwischerei. Man argumentiert, dass in absehbarer Zeit eh nur das Schlechteste dabei resultiert.
Die Optimisten hingegen sehen überall das Gute walten und vermögen es in jeder noch so schlimmen und schlechten Situation den guten Ausweg zu sehen. Gutes Handeln maximiert das Gute (kann man überhaupt von "dem" Guten auf der Welt sprechen?) allgemein und somit das Gute auf der ganzen Welt. Für den Optimisten läuft sämtliches Handeln, alle Interaktionen und sonstige Taten auf das Gute hinaus.

In meiner Sichtweise jedoch heißt Pessimismus in keinster Weise Resignation oder dauerhaft anhaltendes schwarz sehen. Für mich bedeutet Pessimismus eher Mut zur Handlung!
Ein Beispiel: Erkenne ich z.B. die sozialen Missstände in unserer Gesellschaft an (soziale Unterschicht oder das sog. "Prekariat" [so ein Wort konnten sich nur Politiker ausdenken]) und beurteile diese Handlung negativ, indem ich behaupte, dass diese Entwicklung ein böses Ende nehmen würde und dass Politik und Wirtschaft versagt hätten. Aus der Sicht der Optimisten bin ich wieder ein Schwarzseher, ein unverbesserlicher Kritiker. Durch die Erkenntnis des Schlechten und dessen Annahme aber wird in mir eine Reaktion ausgelöst, die versuchen möchte, diesen Zustand zu ändern, also ein gewisses selbstloses Mitleid wird hier hervorgerufen. Man wandelt damit die negative Kraft des Pessimismus in eine positive Glaubens- (nicht im Sinne der Religion zu verstehen) und Schaffenskraft um, die zumindest einen kleinen Bruchteil des Schlechten ändern möchte.
Ebenso lässt sich dieses Beispiel auf menschliche Eigenschaften und Beziehungen übertragen.
Dieser von mir genannte "optimistische Pessimist" muss sich jedoch immer wieder ins Bewusstsein rufen, dass es das allgemeine, allumgreifende Gute nicht gibt.

Optimisten hingegen wollen ja bekanntlich alles Gute erkennen, Gutes erhalten und bei Bedarf durch das Aufbringen von weiteren Guten das maximale Gute erhöhen. So kann es jedoch meiner Meinung nach dazu kommen, dass eigentlich schlechte Sachen von einem Optimisten als gut und sittlich erachtet werden, so dass er darin keinen Handlungsbedarf sieht. Einmal auf dieser Linie eingeschossen kommt er aus seinem Denkmuster nicht mehr raus und beurteilt das Schlechte immer noch als gut, auch wenn es an schlechten Eigenschaften weiterhin zugenommen hat. Dies hat u.a. zur Folge, dass sich der Optimist darauf versteift, einfach alles als gut anzusehen! Veränderungen sind nach seiner Sichtweise nicht notwendig oder nicht mehr möglich, da das maximale Gute ja vielleicht bereits erreicht wäre. Somit macht sich ein gewisser Konservativismus breit, der in Starre, Resignation sowie Verblendung endet. Man sieht die Welt und das Leben nur noch durch die rosarote Brille.

Zum Abschluss möchte ich noch ein Zitat anführen, durch welches ich mich ein wenig bestätigt fühle: „Ein Pessimist ist ein Optimist, der nachgedacht hat." (Charles Laughton).

Nichtsdestotrotz ist eine Diskussion natürlich erwünscht! ^^

Oh mann . . . ich schreibe morgen Deutsch-Klausur. Ein Vergleich zweier Gedichte sowie deren Zuordnung zu einer bestimmten literarischen Epoche. Es ist total komisch irgendwie, wenn man bedenkt, dass dies (hoffentlich) meine letzte Deutsch-Klausur in meinem Leben wird, da wir ja in den Leistungskursfächern in 13/2 keine Klausuren mehr schreiben. Komisch, wenn etwas zu abrupt abgeschlossen wird.

Zum Schluss darf natürlich nicht die musikalische Empfehlung für Mittwoch, den 19.12.2007 fehlen:
The Kills - U.R.A. Fever

 

Sincerely,
Maxwell.
19.12.07 16:56


20.12.2007 - Berlin in Schrift, Farbe oder Ton. Teil 1.

Hallo zusammen,

Mit diesem Eintrag möchte ich so ne Art kleine Serie starten. Wie man ja u.a. aus meinem Profil oder aus dem Eintrag vom 17.12.2007 erschließen kann ist, dass ich ja ein großer Berlin-Fan bin. Ich liebe diese Stadt einfach. Natürlich sauge ich damit auch alles auf, was es über Berlin gibt - egal, ob es jetzt Bücher, Filme, Dokus, Musikstücke oder Bilder sind. Ich möchte euch einfach ein paar Sachen vorstellen, die mit Berlin zu tun haben und die Berlin ganz gut charakterisieren. Diese Serie soll "Berlin in Schrift, Farbe oder Ton" heißen, was man ja eigentlich schon aus der Überschrift entnehmen kann. ^^ Und dies soll eben der erste Teil dieser Serien werden.

Anfangen möchte ich mit einem Buch, nämlich mit dem Roman

Berlin Alexanderplatz

von Alfred Döblin

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Die Handlung des Buches spielt ungefähr gegen Ende der Weimarer Republik, also ungefähr 1927 - 1929 (grob gesagt). In dieser Zeit wird der ehemalige Möbelpacker Franz Biberkopf aus der Haftanstalt Tegel entlassen, in welcher er 4 Jahre wegen Totschlags an seiner Ex-Freundin saß.
Wieder in der Freiheit kann sich Franz Biberkopf nicht mit dem mordernen Berlin der 1920er Jahre anfreunden. Er bekomtm Panikattacken und er hat das Gefühl, dass die Dächer jede Sekunde von den Häusern rutschen werden. Nach vier Jahren Haft schwört er sich von nun an nur noch anständig zu sein und anständig zu handeln. Dies ist aber leichter gesagt als getan, denn die Stadt Berlin und all seine Einwohner haben sich gegen ihn verschworen. So gerät Franz immer tiefer in einen Sumpf aus Diebstählen, Zuhälterei und aufkommendem Nationalsozialismus. Als er dann noch von einen vermeidlichen Freund betrogen und beinahe umgebracht wurde, bricht er sein eigenens Versprechen anständig zu sein. Er rutscht weiter in ein subproletarisches Milieu aus Huren, Dieben und Zuhältern ab. Als Lichtblick in seinem Leben scheint ihm seine Freundin und Lebensgefährtin Mieze zu sein, die ihm jedoch von jenem Freund genommen wird, der ihn ein Jahr zuvor beinahe umgebracht hat. Mieze wird ermordet und im Wald vergraben aufgefunden.
Franz fällt in tiefe Depressionen und wird wahnsinnig, er irrt durch Berlin und wird letztendlich in die Psychiatrie eingeliefert.
Dieses Buch hat mich fasziniert, weil die Beschreibungen der menschlichen Psyche einfach gelungen und nach meinem Geschmack sind (schwach, unveränderlich und schlecht). Ausserdem wird das Berlin der 20er Jahre exzellent beschrieben: der Verkehr, die Menschen, das Leben in der Großstadt, das Dreckige, die Obdachlosen, die Zeichen der großen Wirtschaftsdepression und die sich ankündigenden politischen Probleme und Umstürze.
Ich empfehle dieses Buch jeden, der sich für Berlin, als auch für die menschliche Psyche interessiert (man muss aber ein bisschen pessimistisch eingestellt sein^^). Es ist zwar manchmal nicht sehr leicht zu lesen (erst recht die ersten 30 Seiten sind verdammt schwer), aber irgendwann findet man sich rein und findet Gefallen an Döblins Schreibstil.
Auf dieses Buch bin ich überhaupt erst gekommen, da es mir als Referat von meiner Deutschlehrerin zugeteilt worden ist (meine Berlin-Liebe ist relativ bekannt^^). Wer sich also mehr Infos über Buch und Autor holen möchte, der kann sich hier mein Thesenblarr runterladen: Klick!
Habe heute ja meine letzte Deutsch-Klausur in meinem Leben geschrieben. Erleichterndes und komisches Gefühl zugleich. Klausur an sich war mittelmäßig, wir mussten insgesamt drei Gedichte untereinander Vergleichen, das Thema Krieg anhand dieser Gedichte darstellen und den historischen Hintergrund ausfindig machen, auf den die jeweilige Sichtweise des Krieges fußt. Viel zu viel Stoff zu bearbeiten in viel zu kurzer Zeit. Bin in der letzten Sekunde fertig geworden . . . hab irgendwie das Gefühl, dass ich die Hälfte vergessen habe. Aber naja, man wird sehen.
 
Zum Schluss wie immer: die musikalische Empfehlung für Donnerstag, den 20.12.2007:
Sonic Youth - Mote

Sincerely,

Maxwell.

20.12.07 19:58


21.12.2007 - Das Nachsehen.

Ich musste heute was feststellen: ich finde es erschreckend morgens aufzuwachen und festzustellen, dass man einen unwiederbringlichen Teil seines Lebens nicht gelebt hat und man keine Chance mehr hat, ihn nachzuholen. Man hat das Gefühl, als hätte man zu dieser Zeit nicht gelebt.

Bis zum 26.12. wirds keine Blogeinträge geben, ich bin über Weihnachten nicht da. // Wünsche allen frohe Weihnachten!

Zum Schluss gibts nichtsdestotrotz die Musikempfehlung für Freitag, den 21.12.2007:

LCD-Soundsystem - Someone great

Sincerely,
Maxwell

21.12.07 12:24





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